Privatkunden Erstellt von Norbert Dengler

Markus Kauczinski und Tommy Samuelsson, die neuen Trainer von FC Ingolstadt 04 und ERC Ingolstadt im Interview der Stadtwerke, Sponsor beider Klubs.

ERC-Trainer Tommy Samuelsson (56) steht in der Sonne und unterhält sich – schwedisch-relaxed in Poloshirt und kurzer Hose. Er wartet auf sein FC04-Pendant Markus Kauczinski (46), der pünktlich auf seinem E-Bike um die Ecke biegt. Er kommt zum gemeinsamen Interview, für das die Stadtwerke Ingolstadt, Sponsor beider Klubs, die neuen Trainer an einen Tisch gebracht haben. Beste Voraussetzungen für ein lockeres Gespräch, das sich nicht nur um den Sport dreht.

Herr Samuelsson, wie ein Blick in Ingolstadts Geschichte zeigt, waren Schweden nicht immer willkommen. Vor rund 400 Jahren wurde einem Landsmann von Ihnen der Zugang zur Stadt verwehrt.
Tommy Samuelsson (grinst): Das war Gustav Adolf II. Das hat mir meine Frau zufällig erst vergangene Woche erzählt.

Ingolstadt hat den König von Schweden zurückgedrängt. Er musste sogar seinen toten Schimmel zurücklassen. Was wollen Sie hinterlassen, wenn Sie Ingolstadt eines Tages verlassen?
Samuelsson: Ich möchte ein großer Teil dieser Familie gewesen sein, indem ich auch Spielerfrauen, Fans und das ganze Umfeld einbezogen habe. Und ich möchte als Trainer in Erinnerung bleiben, der immer 100 Prozent gegeben hat.

Herr Kauczinski, Sie kommen aus dem Ruhrpott und waren lange in Karlsruhe. Den Baden-Württembergern wird nachgesagt, sie seien sparsam und fleißig. In Ingolstadt müssen Sie mit einem verhältnismäßig geringen Etat klar kommen. Können Sie dabei von Ihrer bisherigen Erfahrung profitieren?
Markus Kauczinski: Moment. Die Karlsruher sind keine Schwaben, sondern Badenser. Man macht sich ganz große Feinde, wenn man beide in einen Topf wirft. (lacht) Da wird viel Wert darauf gelegt, auch wenn es von der Mentalität in eine ähnliche Richtung geht. Die Voraussetzung in Ingolstadt ist die gleiche wie in Karlsruhe: Wir versuchen aus unseren Mitteln das Optimale herauszuholen.

Ein Trainerjob bringt viele Wohnortwechsel mit sich. Was bedeutet für Sie Heimat? 
Kauczinski: Natürlich werde ich immer Gelsenkirchener bleiben. Aber dort, wo meine Familie ist, ist mein Zuhause. Da fühle ich mich wohl. Ich war in 20 Jahren ja erst bei drei Vereinen – noch dazu 15 davon beim gleichen. Das ist in unserem Geschäft ohnehin Luxus.
Samuelsson: Bei mir ist es auch meine Frau, die mit in Deutschland ist, und die Familie, die in Karlstad in Schweden lebt. Sie haben mich immer unterstützt. Ein Platz, wo man Ruhe findet, ist sehr wichtig.

Gehört zum Wohlfühlen auch gutes Essen? Die Schweden mögen bekanntlich Süßes.
Samuelsson: Oh ja, ich liebe Schokolade.
Kauczinski: Bei mir darf es auch mal deftig, aber auch die mediterrane Küche sein.

Ingolstadt ist die Stadt des Reinheitsgebotes. Kann man Sie für Bier begeistern?
Samuelsson: Die Schweden trinken viel Milch. Eine Familie mit zwei Kindern braucht in der Woche zehn bis 15 Liter. Mir ist ein kaltes Bier lieber.
Kauczinski: Früher ja, jetzt bevorzuge ich eher einen guten Rot- oder Weißwein.

Sie beide sind erst kurze Zeit in Ingolstadt. Was wussten Sie zuvor über die Stadt?
Kauczinski: Ich kannte einige Hotels (lacht), mit dem KSC haben wir ja regelmäßig hier gespielt. Sonst nur, was bei der Busfahrt aus dem Fenster zu sehen war. Mittlerweile habe ich die Stadt aber erkundet.
Samuelsson: In Schweden nimmt man Ingolstadt durchaus als Eishockey-Stadt wahr. Und neben dem „Schwedenschimmel“ von Gustav Adolf wusste ich, dass die Panther bereits vom Schweden Niklas Sundblad trainiert wurden.

Und was haben Sie inzwischen von der Stadt gesehen?
Samuelsson: Ich war bereits in ein paar Restaurants zum Essen oder in Cafés. Die Innenstadt ist sehr schön und auch die Donau finde ich super – ich mag Wasser.
Kauczinski: Durch den Umzug kenne ich viele Möbelhäuser von innen. Ich war aber auch schon öfter mit dem Fahrrad im Klenzepark und an der Donau. Ein paar schöne Ecken kenne ich schon.

Wird man Sie auch mal bei einem Spiel des anderen Vereins sehen?
Samuelsson: Wenn es der Terminkalender erlaubt – auf jeden Fall. Man sollte die Chance nutzen und Ideen austauschen. Wenn eine Stadt zwei Clubs in der höchsten Liga hat, ist das großartig.
Kauczinski: Da stimme ich voll und ganz zu. Da ich in der Nähe der Saturn Arena wohne, will ich so oft es geht beim Eishockey dabei sein. In Karlsruhe war ich auch immer wieder beim Basketball.

Es gab ja auch bereits ein gemeinsames Training beider Teams auf dem Eis. Zeit für eine Wiederholung?
Kauczinski (verzieht das Gesicht): Lieber nicht. Damals hat sich Tobias Levels verletzt. Gerne aber auf dem Fußballplatz, wenn Tommy nichts dagegen hat.
Samuelsson: Kein Problem! Beim Warm-up spielen meine Jungs ja ohnehin ab und zu Fußball. Man kann aber auch einfach mal miteinander Essen gehen, reden und von der Sichtweise des anderen Sportlers profitieren.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit und womit halten Sie sich fit?
Samuelsson: Ich jogge dreimal pro Woche und widme mich der Familie. Dabei kann ich am besten entspannen und abschalten.
Kauczinski: Da ich Knieprobleme habe, bin ich viel mit dem Fahrrad unterwegs. Ansonsten führe ich ein ganz „normales“ Leben: Ich lese, gehe einkaufen und versuche die wenige Zeit gemeinsam mit der Familie zu nutzen.

Wie stecken Sie Misserfolge weg?
Kauczinski: Ich versuche die Ruhe zu bewahren und das auch an die Mannschaft weiterzugeben. Denn Stress und Hektik helfen nicht weiter, da bleibe ich lieber sachlich. Emotional bin ich nur, wenn es angebracht ist. Direkt nach dem Spiel versuche ich erst einmal nichts zu sagen, sondern die Gedanken zu ordnen.
Samuelsson: Unser Job ist immer ein Auf- und Ab, damit muss man umgehen können. Natürlich schläft man schlechter, wenn man drei Spiele hintereinander verliert. Aber man muss einfach ruhig bleiben und weiter arbeiten.

Wie ist die Familie in Ihren Job eingebunden?
Samuelsson: Meine Frau schaut sich so viele Spiele wie möglich an. Wenn nicht live im Stadion, dann im Fernsehen.
Kauczinski: Fußball ist bei uns nur kurz Thema, vielleicht mal eine halbe Stunde. Dann ist Alltag angesagt und ich rede etwa mit meinem Sohn über die Schule.

Was glauben Sie, wie Ihre Spieler Sie wahrnehmen – autoritär oder als Kumpeltyp?
Kauczinski: Unser Job ist so facettenreich, da muss man je nach Situation reagieren und es gibt keinen Königsweg. Mal muss man Gefühle zeigen, emotional oder sachlich sein, aber auch mal unberechenbare Dinge tun.
Samuelsson: Markus hat alles dazu gesagt.

Mit welcher Zielsetzung gehen Sie in die Saison?
Samuelsson: Wir wollen uns weiterentwickeln, mit Leidenschaft trainieren und spielen und die Spielzeit so gut wie möglich abschließen.
Kauczinski: Die Erwartungshaltung muss sich auch ein Stück weit am Etat orientieren. Es wird ein harter Kampf, oft werden Kleinigkeiten entscheiden. Wir brauchen einen langen Atem, Hartnäckigkeit und Geduld, um unser Ziel zu erreichen. Der Mannschaft traue ich jedenfalls viel zu.

Herr Samuelsson, Herr Kauczinski, vielen Dank für dieses Gespräch und viel Erfolg in der Saison!

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